Erhalt uns, Herr bei deinem Wort 
Texte aus der neu revidierten Lutherbibel 2017
und Lieder von Martin Luther
13. Bebenhäuser Bibellesenacht
am 12. November 2016

Martin Luther war ein begnadeter Sprachkünstler. Seine Bibelübersetzung hat nicht nur die deutsche Sprache und Literatur geprägt, sondern ist zugleich Ausdruck protestantischer Identität und Frömmigkeit. Aufgrund ihrer literarischen Qualität wird sie auch von vielen katholischen Christinnen und Christen geschätzt. Damit Luthers Bibelübersetzung nicht zum Museumsstück wird, hat man sie im letzten Jahrhundert in verschiedenen Anläufen revidiert und sprachlich modernisiert. Zum Reformationsjubiläum ist die Lutherbibel noch einmal revidiert worden. Durch diese Neurevision wurde sie nicht nur auf den aktuellen Stand der Bibelwissenschaft gebracht, sondern zugleich wieder stärker an den ursprünglichen Wortlaut Luthers angeglichen. So wurde das Sprachkunstwerk „Lutherbibel“ neu profiliert.

Umso mehr lohnt es sich, die neuen „alten“ Texte zu entdecken. Dazu lädt die diesjährige Bebenhäuser Bibellesenacht ein. Die ausgewählten Lesungen gehören zu vier zentralen biblischen Themen: die Liebe als größte der Gottesgaben, Beten und Gebet, Tod und Auferstehung und – als Vorgeschmack auf die kommende Weihnachtszeit – die Geburt Jesu. Die Begleittexte zu den Lesungen geben zugleich Einblick in Luthers Übersetzungswerkstatt und die Arbeit der aktuellen Revision.

 Luthers poetische Begabung hat ihren Niederschlag auch in zahlreichen Liedern gefunden, von denen viele bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden sind. Am bekanntesten ist zweifellos „Ein feste Burg ist unser Gott“, das als Hymne der Reformation gilt. Auch das Thema der diesjährigen Bibellesenacht ist einem Lutherlied entnommen. Der Reformator selbst liebte die Musik als Gottesgabe von großer Macht, die ihm geradezu als Vorschein der Ewigkeit galt. Eine Auswahl seiner Lieder umrahmt deshalb auch das diesjährige Leseprogramm. Interpretiert werden Luthers Lieder von dem Tübinger Instrumentalensemble Chanter, das mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten die Brücke zwischen Luthers Zeit und unseren heutigen Hörgewohnheiten schlägt.



Gott dienen mit Feiern
14. Bebenhäuser Bibellesenacht
am 11. November 2017

Biblische Texte in der Übersetzung Martin Luthers begleiten die Evangelischen Kirchengemeinden durch das Kirchenjahr. Das war zu Luthers Zeiten so und ist bis heute so geblieben. Im Rhythmus des sonntäglichen Gottesdiensts wird jedes Jahr neu die Geschichte von Gottes Zuwendung zu den Menschen gefeiert. Am Sonntag können wir – wie Martin Luther es formuliert hat – Gott „mit Feiern und Ruhen dienen“.

Die Bibellesenacht konzentriert den Zyklus eines ganzen Kirchenjahrs auf einen Abend: Von Advent und Weihnachten über Passion, Ostern und Pfingsten bis hin zum Ewigkeitssonntag. Eingerahmt wird dieser Gang durch das Kirchenjahr durch die Gebete der Gemeinde: alttestamentliche Psalmen zum Eingang und das Vaterunser zum Abschluss.

Luther war jedoch nicht nur der kongeniale Übersetzer der Heiligen Schrift, sondern auch ein ebenso kongenialer Liederdichter und -komponist. Viele seiner Lieder sind bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden. Deshalb erklingen passend zu den Lesungen Luthers Lieder: von „Ein feste Burg“ bis zur Segensbitte „Verleih uns Frieden gnädiglich.“ Das Tübinger Instrumental- und Vokalensemble Chanter schlägt mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten die Brücke von den Renaissanceklängen der Lutherzeit zur Kirchen- und Volksmusik von heute.

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