Aktuelles aus der Kirchengemeinde Bebenhausen

“Ab dem 21. Juni werden sonntags um 11 Uhr wieder Gottesdienste in der Klosterkirche gefeiert. Diese Gottesdienste werden anders sein als die, die man gewohnt ist. Aber immerhin ist so wieder eine sicht- und spürbare Gottesdienstgemeinschaft möglich.

Der Gottesdienst ist verkürzt. Bei einem Mindestabstandsgebot von zwei Metern können leider nur 20 Personen in der Klosterkirche Platz finden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Da die Kirchentüre geöffnet bleiben muss, kann der Gottesdienst gegebenenfalls auch von außen mitgefeiert werden. Es darf im Gottesdienst nicht gesungen werden und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ist Pflicht. Desinfektionsmittel steht bereit. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Der monatlich erscheinende Gemeindebrief weist Sie auf die Angebote der Kirchengemeinden Bebenhausen und Lustnau hin. Den aktuellen Gemeindebrief können Sie sich durch anklicken des nebenstehenden Titelbildes anzeigen lassen. Im Terminkalender erfahren Sie die Termine des aktuellen Monats für die Kirchengemeinden Bebenhausen und Lustnau.

Wenn Sie Bedarf an  Artikeln aus früheren Gemeindebriefen haben, wenden Sie sich bitte an das Kirchengemeindebüro.

 

„Die 17. Bebenhäuser Bibel-Lesenacht zum Thema ‚Vom Himmel berührt – Biblische Texte von Begegnung und Veränderung‘ am Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr in der Klosterkirche Bebenhausen muss coronabedingt leider verschoben werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.“ 

17. Bebenhäuser Bibellesenacht am 24. Oktober 2020

Vom Himmel berührt

Biblische Texte von Begegnung und Veränderung

 

Auch in diesem Jahr laden die Evangelischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen zusam­men mit der Katholischen Kir­chengemeinde St. Petrus zur Bibellesenacht in die Klosterkirche in Bebenhausen ein.

In einem Jahr, in dem so vieles anders ist, als man es gewohnt war, soll es dennoch diesen Abend geben, der dem Hören auf die Botschaft der Bibel gewidmet ist. Dabei geht es um ein Thema, dessen Bedeutung uns gerade angesichts der durch Corona bedingten Abstandsregeln umso bewusster geworden ist: um Berührungen, die für das körperli­che und seelische Wohlbefinden des Menschen unabdingbar sind. Berüh­rungen stehen für Nähe. Sie stiften Beziehungen und gehören zur Pflege und Vergewisserung von Beziehun­gen dazu. Einen guten Freund, eine gute Freundin umarmt man gerne und lässt sich von ihm oder von ihr auch gerne umarmen. Berührungen können trösten und ermutigen. Das gilt nicht nur für zwischenmenschli­che Beziehungen, sondern auch und gerade für die Beziehung zwischen Gott und Mensch: um Berührungen vom Himmel her. Michelangelo hat dieses Motiv bei seiner Dar­stellung der Erschaffung Adams in der Sixtinischen Kapelle großartig ins Bild gesetzt. Gottes Finger kommt dem Finger des Menschen ganz nahe, als wolle er ihn gleich berühren. Dadurch geht etwas von der Lebenskraft Gottes auf den Menschen über und macht ihn zu einem lebendigen Wesen. Adams

Menschsein verdankt sich dieser Begegnung mit Gott.

Die Bibel ist voll von Geschichten, die von solchen Berührungen erzählen: Da ist Mose, der nach der Begegnung mit Gott den Glanz der himmlischen Herrlichkeit ausstrahlt. Da sind Kinder wie Isaak, die geboren werden, als ihre Eltern, biologisch gesehen, gar nicht mehr Eltern werden können, und die am Anfang einer Zukunft stehen, die Gott selbst eröffnet. Da sind die heilen-den Begegnungen mit Jesus oder die Begegnungen, in denen er Liebe nicht nur lehrt, sondern lebt und die Menschen in sie einbezieht. Da sind schließlich die Begegnungen mit dem Auferstandenen, der Menschen mit einem neuen Auftrag in die Zukunft schickt.

Vielleicht können diese Geschichten dafür sensibilisieren, wo man auch im eigenen Leben „vom Himmel berührt“ wird. Wer in der Kloster­kirche den Blick nach oben richtet, sieht ein „Gewölbe des Himmels“, das durch seine Bauweise die Verbin­dung von Himmel und Erde symbo­lisiert. Das Bild vom Gewölbe über dem Chorraum steht für das Thema des Berührtseins vom Himmel.

Begleitet wird die Bibellesenacht wieder von dem Ensemble „Chanter“ mit Harfe, Flöten, Gitarre, Mandoline und Schlagwerk. Die Lieder und Melodien nehmen die biblischen Texte auf und lassen sie nach- und weiterklingen.

Die Bibellesenacht wird in diesem Jahr auf eine Stunde verkürzt. Beginn ist am Samstag, 24. Okto­ber, um 19.30 Uhr in der Bebenhäuser Klosterkirche.

Hannelore Jahr

  

 

 

Ein etwas anderer Segensspruch

Möge Gott uns segnen mit Unbehagen
gegenüber allzu einfachen Antworten,
Halbwahrheiten und oberflächlichen
Betrachtungsweisen,
damit Leben in der Tiefe unseres Herzens wohne.

Möge Gott uns mit Zorn segnen
gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Selbstherrlichkeit der Mächtigen, damit wir nach Gerechtigkeit und Frieden streben.

Möge Gott uns mit Tränen segnen,
zu vergießen für die, die unter Schmerzen und Not,Unverständnis und Unvernunft leiden,

 

damit wir unsere Hände ausstrecken, sie zu trösten und ihren Schmerz in Hoffnung und Freude zu verwandeln.

Und möge Gott uns mit Torheit segnen,
daran zu glauben, dass wir die Welt verändern können, indem wir Dinge tun,
von denen andere meinen, es sei unnötig und unmöglich, sie zu tun.

Das Segenswort entstammt dem Buch „em tua graça“
der neunten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Porto Alegre (Brasilien) 2006.

 

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