Aktuelles aus der Kirchengemeinde Bebenhausen

 

 

 Die evangelische Kirchengemeinde Bebenhausen lädt Sie herzlich zum Gottesdienst in die Klosterkirche Bebenhausen ein. Der Gottesdienst beginnt um   11 Uhr im Rathaus Bebenhausen. Näheres entnehmen Sie bitte den nebenstehenden Gottesdienst-
hinweisen.
Bitte benutzen Sie den ausgeschilderten Parkplatz an der L 1208.

Der monatlich erscheinende Gemeindebrief weist Sie auf die Angebote der Kirchengemeinden Bebenhausen und Lustnau hin und informiert über die Arbeit des Kirchengemeinderats.

Den aktuellen Gemeindebrief können Sie sich durch anklicken des obenstehenden Titelbildes anzeigen lassen. Im Terminkalender erfahren Sie die Termine des aktuellen Monats für die Kirchengemeinden Bebenhausen und Lustnau.

Das Archiv hält ältere Ausgaben des Gemeindebriefs für Sie bereit. Besondere Artikel aus den Gemeindebriefen der vergangenen Jahre runden das Angebot ab.

 


 Sehr geehrte Besucher unserer Webseite

Die evangelische Kirchengemeinde Bebenhausen begrüßt Sie herzlich auf ihrer Internetseite. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Neben aktuellen Informationen wie die Gottesdiensthinweise möchten wir Ihnen unsere Kirchengemeinde und unsere Klosterkirche vorstellen. Es ist unser Bestreben, Ihnen diese Informationen umfassend und schön zu gestalten. So planen wir einen Schwerpunkt auf die bildliche Gestaltung zu legen.

Da wir bewusst auf ein Gästebuch verzichtet haben, bitten wir Sie auf diesem Wege, uns Ihre Eindrücke mitzuteilen. Wie wirkt die Webseite auf Sie, was sollen wir überdenken und ändern, welche Informationen vermissen Sie?
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung an die eigens dafür eingerichtete Email-adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Die evangelische Kirchengemeinde Bebenhausen dankt Ihnen für Ihr Interesse und für die aufgewendete Zeit.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse für einen Besuch in unserem kleinen Klosterdorf geweckt haben. Eine der zahlreichen Veranstaltungen böte sich dafür an.


Unser Angebot im Juni 2017


Lebensräume aufspüren
Wir laden Sie ein, im Kloster Bebenhausen Lebensräume aufzuspüren.
Inmitten alter Gemäuer. Räume, in denen neu­es Licht auf das eige­ne Leben fällt.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Auswahl von sechs Stationen ...
Jede Station steht bildhaft für Lebensfragen, die Sie sich und anderen Men­schen stellen können ...
Info_Lebensraeume


Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes


An Pfingstsonntag, 4. Juni wer­den die Gottesdienste in Lustnau und Bebenhausen mit Abend­mahl gefeiert. An Pfingstmontag, 5. Juni ist Kirche im Grünen am Brühlweiher bei Bebenhausen um 11 Uhr. Der Posaunenchor Lustnau gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit. Christinnen und Christen feiern an Pfingsten das Kommen des Heiligen Geistes. Dieser schafft Verständigung und schenkt Gemeinschaft.
Im und nach dem Gottesdienst kann man diese Gemeinschaft erfahren. Nach dem Gottesdienst am Brühlweiher besteht deshalb die Möglichkeit, beisammen zu bleiben, sich auszutauschen und miteinander selbst Mitgebrachtes zu grillen. Herzliche Einladung!
Weitere Informationen zum Pfingstfest

Aus dem Kirchengemeinderat
Der Kirchengemeinderat Bebenhausen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 26. April unter anderem

  • sich vor Ort in der Klosterkirche über den Stand der Orgelausreinigung informiert. Es wurde beschlossen, im Zusammenhang mit den jetzigen Arbeiten noch eine weitere Maßnahme durchzufüh­ren, die bei geringen Mehrkosten zu einer zusätzli­chen Erweiterung der Klangmöglichkeiten führt;
  • Rückblick gehalten auf die Gottesdienste in der Passions- und Osterzeit, die insgesamt gut besucht waren. Sehr positive Rückmeldungen gab es zur „Nacht der verlöschenden Lichter“ am Gründon­nerstag;
  • für den Rechnungsabschluss 2016 die Übersicht über die Rücklagen zur Kenntnis genommen und die Zusammensetzung und Verwendung der freien Mit­tel beschlossen, bei denen es wieder einen erfreuli­chen Überschuss gegenüber dem vorsichtigen Haus­haltsansatz gab.

  


Orgelrenovierung in der Klosterkirche

Seit Osterdienstag schweigt nun die Österle-Orgel in der Klosterkirche. Ihre Ausreinigung ist in vollem Gange, das heißt, das Pfeifenwerk ist ausgebaut und auf der gesamten Empore ausgelegt, einige Bestandteile hat Orgelbaumeister Andreas Schmutz aus Donnstetten in seine Werk­statt mitgenommen, um sie dort zu über­arbeiten. Ausreinigung bedeutet aber nicht nur, dass jede einzelne der fast 900 Pfei­fen herausgenommen und gereinigt wird, auch alle Wind (das heißt Luft) führenden Kammern und Kanäle werden durchgepus­tet und wo nötig wieder abgedichtet. Die Traktur, also die komplizierte Verbindung zwischen den Tasten und den Ventilen unterhalb der Pfeifen, unterliegt wie jede Mechanik natürlich einem gewissen Verschleiß und wird ebenfalls durchgesehen und wieder gerichtet. Beispielsweise wird das Spielgeräusch der Pedaltasten durch eine neue Belederung reduziert, was man nachher sicher unter der Orgelempore hören (oder eben nicht mehr hören) kann. Darüber hinaus sind an der Bebenhäuser Orgel bei der diesmaligen Ausreinigung zwei klangliche Verbesserungen vorgese­hen, durch die der Organist bei den beste­henden zwölf Registern zwei zusätzliche Möglichkeiten in seine Klang­auswahl einbeziehen kann.
Das kleine Örgelchen mit seinen drei Registern, das gegenwärtig im Chorraum steht und sich alle Mühe gibt, das Fehlen der großen Orgel zu überbrücken, stammt übrigens aus der evangelischen Kirche in Pfrondorf. Den Fortgang der Arbeiten zu verfolgen bleibt auf jeden Fall spannend, und ich freue mich sehr darauf, die Österle-Orgel mit frischem Klang am Pfingstsonntag erstmals wie­der im Gottesdienst spielen zu können.
Bernd Walter Schaal

 


Ausflug der ehrenamtlich Tätigen
Am 6. Mai folgten 48 Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter der Evang. Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen der Einladung zum Ausflug nach Schwäbisch Hall.

Nach zwei Stunden Fahrt im bequemen Reisebus brachte der Busfahrer die Reisegruppe wohlbehal­ten an das erste Ziel: das Kloster Großcomburg, das sich wehrhaft und majestätisch über dem Kochertal erhebt – ein Monument von europäischem Rang.

1078 wurde die Großcomburg als Benediktiner­kloster anstelle einer Burg gestiftet und erlebte im 12. Jahrhundert seine erste Blütezeit. Die Stiftskir­che St. Nikolaus wurde in romanischer Zeit errichtet. Die drei Türme, die die Kirche krönen, zeugen noch heute davon. 1488 wurde das Benediktinerkloster zu einem adeligen Chorherrenstift. Im 16. Jahrhundert entstand die Ringmauer mit dem vollständig erhal­tenen überdachten Wehrgang, der komplett begeh­bar ist und bis heute von der damaligen Wehrhaf­tigkeit zeugt. Das lichtdurchflutete Kirchenschiff von St. Nikolaus wurde in der Barockzeit zwischen 1706 und 1715 erneuert. Das vergoldete und reich verzierte Antependium schmückt den Altartisch und zeigt den herrschenden Christus in der Mitte, umge­ben von den Aposteln. Der Radleuchter mit seinem aufwändig gestalteten Reif mit zwölf Tortürmen symbolisiert das „Himmlische Jerusalem“. Nach der Säkularisierung 1802 war die Großcomburg über 90 Jahre Sitz des württembergischen Ehreninvalidenkorps. Heute beherbergt das Kloster die Landesakademie für Lehrerfortbildung.

Bei Ratsherrenpfännle, Maultaschen oder Gemü­sestrudel im „Goldenen Adler“ konnten sich alle stärken, um danach bei einer Stadtführung durch Schwäbisch Hall viel Interessantes über die Stadt und auch über den Reformator Johannes Brenz zu erfahren.

Der früheste urkundliche Beleg für die Existenz von Schwäbisch Hall und seiner Saline stammt wahr­scheinlich aus dem 11. Jahrhundert. Um 1156, unter den Staufern, richtete Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Hall eine Münzprägestätte ein, in der die „Heller“ (= Haller Pfennig) hergestellt wurden. Saline und Münzprägung sowie der Weinhandel bescherten der Stadt eine wirtschaftliche Blüte und den Status einer Reichsstadt.

Johannes Brenz wirkte von 1522-1548 in Schwä­bisch Hall. Er wurde zum Prediger an die Michaelskirche berufen, wo er am 8. September 1522 sei­ne erste Predigt hielt. Der Auftritt Martin Luthers bei der Heidelberger Disputation 1518 beein­druckte Johannes Brenz tief und war der Beginn einer lebenslangen engen Verbindung zwischen ihm und Luther. Brenz begann in Hall schnell reformato­risch zu wirken. Mit der Kirchenordnung von 1527 entwarf Brenz die Neugestaltung der religiösen Ver­hältnisse in Schwäbisch Hall. Predigt, Taufe und Abendmahl erhielten eine neue Form, so auch der Ablauf des Gottesdienstes. Wichtiges Unterrichts­element im Schulunterricht war der von ihm ver­fasste Katechismus von 1535. Endgültig durchge­setzt wurde die Reformation in Schwäbisch Hall und dem dazugehörenden Landgebiet mithilfe der von Brenz geschriebenen Kirchenordnung von 1543. Nachdem Kaiser Karl V. Schwäbisch Hall besetz­te und Johannes Brenz zum Widerstand gegen den Kaiser aufgefordert hatte, musste er 1548 aus der Stadt fliehen, wo er seine Frau Margarethe und seine sechs Kinder zurücklassen musste. Unter dem Schutz Herzog Ulrichs versteckte er sich an ver­schiedenen Orten, unter anderem auf Burg Hohen-wittlingen und auf Burg Hornberg. Erst 1551 konnte er wieder offen auftreten.

Der Stadtrundgang endete mit der Besichtigung der Michaelskirche und natürlich mit der Begehung der Freitreppe. Bis zur Heimfahrt um 17 Uhr war noch Zeit zur Besichtigung der Johanniterkirche, für einen Besuch der Kunsthalle Würth oder des Hällisch-Fränkischen Museums oder einfach für ein entspanntes Kaffeetrinken rund um den Marktplatz bei herrlichem Sonnenschein.

Ruth Reinhardt

 


Konfirmation 2017


Am Sonntag, 21. Mai wurden im Gottesdienst in der Lustnauer Kirche 16 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Lustnau und eine Konfirmandin aus Bebenhausen von Pfarrer Stephan Gla­ser konfirmiert.

Der Posaunenchor und die Band „Who am I“ gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Alle Konfirmierten bekamen als Wegbegleitung eine Lutherrose geschenkt. Ihnen sei an dieser Stelle nochmals alles Gute und Gottes Segen gewünscht.

 


Geistliche Musik in der Klosterkirche
Violine und Cembalo

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei berühmte Violinsonaten werden am 25. Juni um 18 Uhr bei der zweiten Geistlichen Musik in diesem Jahr in der Klosterkirche Bebenhausen
erklingen. Zwei Werke in D-Dur von Georg Friedrich Händel und Jean-Marie Leclair mit sowohl introvertierten als auch mit­reißenden Sätzen umrahmen dabei Mozarts frühe Sonate in e-Moll, die als ein Wunderwerk des jun­gen Mozart angesehen wird.

Tübingens bekannter Konzertgeiger Jochen Brusch wird dabei wieder von seinem langjährigen Künst­lerkollegen Alexander Reitenbach begleitet, dieses Mal am Cembalo.

Judith Looney

 


Spendenaufruf der Diakonie
„Geht’s noch? Diakonie gegen Armut“ lautet das Motto der diesjährigen Woche der Diakonie - und ist eindeutig doppeldeutig. Es ist ein Wunsch für die Menschen, die in Deutschland Heimat suchen. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann schreibt hierzu:

„Geht’s noch?“ – So fragen wir anteilnehmend im Sinn von: „Schaffen Sie es noch alleine?“ Braucht zum Beispiel jemand in finanzieller Not, der womög­lich seine Wohnung verliert, Unterstützung? Dann helfen wir mit unseren diakonischen Angeboten. „Geht’s noch?“ – So fragen wir empört. Wie kann es sein, dass in unserem wohlhabenden Land so viele arme Menschen leben? Für sie setzen wir uns praktisch und politisch ein. Martin Luther hat es so gesagt: „Ein Christ glaubt an Jesus Christus. ... So ist er ganz nah bei Christus. ... Er liebt. So ist er ganz nah bei anderen Menschen“ (Von der Freiheit eines Christenmenschen, übersetzt in leichte Sprache). In dieser Nähe nimmt man auch verborgene Armut wahr. Armut, weil die Rente nicht genügt. Weil man keine Chance hat, Arbeit zu bekommen. Dann reicht es nicht für Wohnung, Nahrung und Kleidung. Der Ausflug mit den Kindern – geht nicht. Wer gemein­same Aktivitäten absagen muss, fühlt sich ausge­grenzt. Ob Arbeitslosentreffs oder Beschäftigungs­projekte – die Diakonie in Württemberg eröffnet mutlosen Menschen neue Perspektiven. Wenn Schul­den oder familiäre Probleme dazukommen, helfen die Diakonischen Bezirksstellen.

Ich bitte Sie herzlich um Ihre Gebete, Ihr Engage­ment und Ihre Spende für die Arbeit der Diakonie, damit wir gemeinsam bedürftige Menschen unterstützen können.

 

Spendenkonto der Diakonie:

Diakonisches Werk Württemberg
Evangelische Bank
IBAN: DE46 5206 0410 0000 2233 44
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: DiakonieWue2017


       

Ein Lustnauer mit "Weltwärts" in Peru
Frieder Walker, 19 Jahre alt, ist seit mehr als acht Monaten mit „Weltwärts“ in Lima. „Weltwärts“ ist ein entwick­lungspolitischer Freiwilligendienst, der jedes Jahr 3.500 junge Freiwillige in die verschiedensten Länder entsendet, wo diese soziale Arbeit leisten. Frieder Walker schreibt dazu:

Ich habe mich für ein solches Jahr nach dem Abitur entschieden, da ich vor dem Studium erst einmal Erfahrungen sam­meln, mich sozial engagieren und dabei noch die Welt und ihre Kulturen besser kennenlernen wollte.

In meinem Projekt in Lima bin ich zusammen mit zwei ehemaligen Klassenkameradinnen, da wir uns schon seit einigen Jahren am Uhland-Gymnasium für unsere Partnerschule „Fe y Alegría 17“ engagiert haben. Diese Schulpartnerschaft besteht im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Tübingen und Villa El Salvador, einem sehr armen Stadtviertel Limas, mit knapp 500.000 Einwohnern, in dem wir nun ein Jahr leben und an unserer Partnerschule unterrichten. Nach inzwischen acht Monaten bin ich sehr froh, mich für dieses Jahr entschieden zu haben, da ich unglaublich viele Erfahrungen sammeln kann, eine neue Sprache gelernt habe, meinen Horizont erwei­tere und gleichzeitig mich sinnvoll engagieren kann. Das Leben hier unterscheidet sich wohl in allen Bereichen vom Leben in Europa. In der Wüste gele­gen, regnet es in Lima so gut wie nie, das bedeutet Wasserausfälle und viel Staub und Smog. In meinem Viertel sind viele Straßen aus Sand, und das Müll­problem ist groß. Aufgrund der Trockenheit gibt es nur sehr wenig Grün. Das Straßenbild und die Luft sind dementsprechend. Es gibt noch viel zu verbessern. Und genau das wünschen sich die Menschen auch für ihr Viertel: Fortschritt und Verbesserung.

Wir Freiwilligen sind natürlich hierfür eine Unter­stützung im Kleinen. Ich habe mich nun entschie­den, neben meinem Englisch- und Deutschunter­richt noch etwas anzubieten, und habe in der Schule ein Gartenprojekt gegründet. In meiner Familie in Lustnau haben wir selbst einen Acker und Wiesen, also habe ich mit Spenden (auch aus der Lustnauer Nachbarschaft) gemeinsam mit Schülern auf einer Brachfläche in der Schule in vielen Stunden Arbeit einen Gemüsegarten angelegt. Hilfe bekam ich von Juan, einem Gärtner aus Chorillos (dem Nachbar­viertel von Villa el Salvador), denn meine ersten Versuche, in der Wüste Gemüse anzubauen, sind mir nicht gelungen. Nun bauen wir hier aber erfolg­reich Gemüse für den Comedor (eine Art Mensa für die ärmsten Schüler) an, der immer Unterstützung braucht. So lernen die Schüler etwas über Garten­bau und bekommen ein besseres Gespür dafür, wie wichtig die Natur ist, die hier in der Neun-Millionen-Stadt nämlich so weit weg ist. Und gleichzeitig bekommt die Schulmensa so noch Unterstützung mit unserem Bioge­müse. Im Moment ernten wir zum Beispiel, Radieschen, Zucchini, Spinat, rote Beete und Karotten.

Leider fehlt Geld für wichtige Dinge wie Werkzeug, Kompost-Dünger, Verbesserung des Terrains usw. Ich hoffe aber, auch dafür noch eventuell Spenden erhalten zu können, damit das Projekt, das mir viel Freude macht, weiter ausgebaut werden kann.

Bitte beachten Sie den nachfolgenden Hinweis auf das Bene­fizkonzert zugunsten des Gartenprojektes in Villa el Salvador in der Lustnauer Kirche.


Benefizkonzert
Herzliche Einladung zu einer geistlichen Abendmu­sik am Sonntag, 2. Juli um 18 Uhr in der Evang. Kirche in Lustnau.

Es werden Werke aus der Renaissance und des Barock für Gesang, Blockflöten, Cello und Orgel zu hören sein. Die Ausführenden sind Gudrun Marquardt-Teuscher (Gesang), Lisa Wild und Christiane Stephan-Walker (Blockflöten), Lilli Glaser (Cello), Bernd Walter Schaal (Orgel).

Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Schule „Fe y alegria“ Villa el Salvador/Lima und das Gar­tenprojekt von Frieder Walker (siehe obigen Bericht) wird gebeten.

Die Peru-AG des Uhlandgymnasiums Tübingen und der Freiwillige Marco Palacios-Rios aus Vil­la el Salvador/Lima, der gerade für ein Jahr am Uhlandgymnasium sein freiwilliges soziales Jahr macht, werden an diesem Abend mit dabei sein, und es wird Gelegenheit geben, nach dem Konzert noch miteinander ins Gespräch zu kommen.

Christiane Stephan-Walker

 


 

Ostern in Aleppo
„Als armenisch-evangelische Christen wollen wir hier in unserer Heimat Syrien bleiben und hof­fen, arbeiten und beten für eine bessere Zukunft“, schreibt Pfarrer Haroutune Selimian, Präsident der armenisch-evangelischen Gemeinden in Syri­en und Pfarrer der Bethel-Kirche in Aleppo. „Die Karwoche und das Osterfest in unseren Gemeinden – besonders in Aleppo – standen ganz unter dieser Hoffnung, dass es Sinn hat, dass wir hier sind und Zeugnis geben, dass unser HERR Jesus Christus dem Tod die Macht genommen hat. Dafür sind und bleiben wir in Aleppo!“

Pfarrer Selimian berichtet von den bewegenden Ostergottesdiensten. „Die Gottesdienste waren so überfüllt, dass wir sie nach draußen übertragen mussten. Auf dem Campus unserer Schule stand eine große Menschenmenge und lauschte an den Lautsprechern.

Es war beeindruckend, wie viele gekommen waren, um das Osterfest zu feiern – für uns nach über vier Jahren Krieg in einer befreiten Stadt!“

Selimian berichtet von der derzeitigen Situation in Aleppo: „Es gab in Aleppo einige Verbesserungen, da die Stadt nach viereinhalb Jahren Kämpfen wie­der vereint wurde. Es waren harte Jahre für uns alle. Während der ersten paar Wochen nach dem Abzug der islamistischen Kämpfer aus dem Ostteil der Stadt waren die Bulldozer damit beschäftigt, Barrieren abzureißen, die in jenen Jahren des Kampfes zu Grenzen geworden waren. Plötzlich konnten wir von einem Stadtteil zum anderen laufen, ohne dass jemand uns anhielt oder aus dem Hinterhalt auf uns schoss. All die Straßensperren haben die Men­schen voneinander getrennt. Außerdem versuchten die Regierungstruppen, die Umgebung von Aleppo zu befrieden. Es gab immer mal wieder Versuche, Aleppo vom Westen her zu beschießen.

Gleichzeitig wurde daran gearbeitet, die Trinkwas­serversorgung für alle Einwohner zu sichern. Ihr könnt euch kaum vorstellen, was für eine Freude es war, als plötzlich Wasser aus unseren Wasserhähnen lief! Leben ohne Wasser ist furchtbar hart. Wann die Stromversorgung wiederhergestellt wird, ist schwer zu sagen, da so viel an Infrastruktur zerstört wurde. Die Reparatur des ganzen Stromnetzes wird wohl Jahre dauern. Dankbar sind wir in der Bethel-Kirche und unserer Schule für die beiden vom Gustav-Adolf-Werk (GAW) geförderten Stromgeneratoren. Trotz der Zerstörung in Aleppo geht das Leben wei­ter und wir sind dankbar und glücklich, dass wir hier sind und Aleppo wieder mit aufbauen können.“

Aleppo ist eine geteilte Stadt. Der Westen von Aleppo ist modern geprägt, die Menschen hier waren vor den Kämpfen wohlhabend. In der Altstadt lebt die Mittelschicht. Der Osten ist arm und durch den Krieg sehr zerstört. Es gilt nun Brücken zu bauen zwischen dem Ostteil und dem Westteil der Stadt, und die Menschen zum Zusammenhalt zu bewegen, trotz aller Zerstörung.

Ob der Frieden in Aleppo hält? Man hat den Ein­druck, dass beinahe die Vorstellung von Frieden herrscht. Doch ist er bei der komplizierten Gemengelage und dem Einfluss unterschiedlicher Kriegs­parteien stabil? Von einer Friedenssituation, in der man gesicherten Wiederaufbau leisten kann, ist die Stadt wohl noch weit entfernt. Aleppo ist momentan ein Fall für die Katastrophenhilfe, die Aufbauhilfe kommt erst später. Es geht jetzt darum, den Menschen in Aleppo solidarisch zur Seite zu stehen.

Das GAW hat nach dem Osterfest 30.000 € zur Ver­fügung gestellt, damit die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der Bethel-Kirche in Aleppo durchgeführt werden können. Damit entstehen auch für eine Zeitlang Arbeitsplätze, die wiederum den Familien der Arbeiter zugutekommen. Gleichzeitig ist eine sanierte Kirche mitten in der Zerstörung ein Zeichen, dass Menschen sich sammeln können und Hoffnung bewahren, dass ihr Leben Sinn hat. Die Bethel-Kirche will dem Evangelium Raum geben.

Pressebericht des Gustav-Adolf-Werks
(Stand: 31.05.2017/DS)

Jahreslosung 2017

Jahreslosung im Verlag am Birnbach
Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Kirchenjahr

Mit nachstehendem Link können Sie sich sehr anschaulich über den Verlauf des Kirchenjahres informieren.
https://www.kirchenjahr-evangelisch.de/index.php#2016-5-0 
Die angegebenen Predigttexte können im Einzelfall von dem in diesem Gottesdienst in unserer Klosterkirche verwendeten Predigttext abweichen. Bitte informieren Sie sich in unseren aktuellen Gottesdiensthinweisen.
Wir sind bemüht, Ihnen den jeweilig aktuellen Predigttext anzubieten, können es aber aus organisatorischen Gründen nicht garantieren.

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