Friedenslicht-Aktion

Neben einem wirklich tollen Krippenspiel wurde an Heilig­abend nach dem Gottesdienst auch ein Licht ausgeteilt. Wie immer, möge man meinen. Doch dieses Jahr war es ein besonderes Licht, das seinen Weg in die Lustnauer Gemeinde gefunden hat. Seit 1986 wird jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem ein Licht entzündet. Dieses wird über Wien in ganz Euro­pa durch Pfadfinderinnen und Pfadfinder verteilt. Überregional finden dazu große Aussendungsfeiern statt. So waren auch drei Pfadfinderinnen aus Lustnau bei der Aussendungsfeier in der vollbesetz­ten Kirche St. Elisabeth in Stuttgart, um das Licht nach Tübingen zu bringen. Thema dieses Jahr war „Auf dem Weg zum Frieden“. Das drückt Bewegung aus!

Doch Frieden schaffen ist nicht einfach. Sei es im engsten Freundeskreis, in der Schule, bei der Arbeit oder auch nur mit sich selbst. Frieden zwischen ver­feindeten Menschen und Nationen zu schaffen ist noch komplizierter. Die Herausforderung besteht darin, durchgehend daran zu arbeiten und trotz aller Hindernisse das Ziel nicht aus den Augen zu ver­lieren. Zusammen mit anderen Menschen ist es oft einfacher, einen langen und schwierigen Weg zu bewältigen. Deswegen ermutigen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „alle Menschen guten Willens“, sich gemeinsam und guten Mutes auf diesen Weg zu machen. Wie Lord Robert Baden-Powell, der Gründer der Weltpfadfinderbewegung, sagte: „Eine Schwierigkeit hört auf, eine solche zu sein, sobald ihr darüber lächelt und sie in Angriff nehmt.“

Auch 2018 wird das Friedenslicht wieder entzündet und nach Lustnau gebracht werden. Dann unter dem Motto: „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“.

Veronika Saur, www.friedenslicht.de

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